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Offener Brief:
Weihnachtsgruß 2009

FRÜHER <<< BERICHTE >>> SPÄTER

Wenn Menschen Gutes tun,
können Engel schneller fliegen.

Sprichwort
Liebe SaarLandFrauen,
das Jahr 2009 geht zu Ende mit allen Problemen, die sich durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftkrise ergeben. Das Schreckensszenario ist nicht spurlos an uns vorüber gegangen.
Ich denke an den Preisverfall für landwirtschaftliche Produkte, vom Getreide angefangen bis zum Verfall des Milchpreises. Viele landwirtschaftliche Betriebe stehen vor einer existenzbedrohenden Situation und wissen nicht, wie es weiter gehen soll.
Foto Hedwig Garbade
Hedwig Garbade
Aber auch außerhalb der Landwirtschaft bedrückt viele Mitbürgerinnen und Mitbürger die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes durch die Schließung von Betrieben oder die Verlagerung der Arbeitsplätze in Billiglohnländer.
Die schwindelerregende Höhe der Staatsverschuldung lässt uns befürchten, dass der Wohlstand und die soziale Sicherheit in unserem Staat auf der Kippe stehen.
Angesichts dieser nicht gerade erfreulichen Vorgaben müssen wir uns mit viel Optimismus an die Zukunft heranwagen.
Frei nach dem Sprichwort: „So heiß, wie es gekocht ist, wird es nicht gegessen”, müssen wir den Blick für die Realität behalten.
Die erfreulichen Ereignisse dieses Jahres sollten uns Mut machen für die Zukunft.
Ich denke an die Feier zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November. Durch den Wechsel im Kreml, durch Michael Gorbatschow, haben die Menschen im Osten den Mut gefasst, sich für die Freiheit einzusetzen und dadurch das Regime und die Mauer zu Fall gebracht.
Ich denke auch an die Feiern zum 60. Jahrestag der Bundesrepublik Deutschland. Nie hat es eine Zeit gegeben, in der der Frieden und die Freundschaft zu unseren europäischen Nachbarn so selbstverständlich geworden sind. Für uns alle sind unsere Nachbarländer zu beliebten Reise- und Ferienzielen geworden.
Auch der allgemeine Lebensstandard ist heute höher, als er es je in der Geschichte war und fast niemand in Deutschland hungert bzw. kann sich nicht satt essen.
Wir klagen heute auf einem ganz anderen Niveau: Existenzängste beziehen sich heute auf den Verlust des Arbeitsplatzes und die Gestaltung eines Sinn gebenden Alltags.
Neue und neueste technische Entwicklungen, wie Computer, Internet und Handy erleichtern unser Leben. Sie bringen aber auch neue Gefahren mit sich, die in Suchtverhalten münden. Viele Menschen, vor allem Jugendliche, schirmen sich bewusst gegen ihre unmittelbare Umgebung ab. Sie tummeln sich in anonymen Chatrooms.
Vereinsamung, Mobbing, Brutalität und nicht zuletzt Amokläufe finden hier ihren Nährboden.
Hier kann nur eine starke Gegenbewegung helfen, die das Gemeinschaftliche wieder in den Vordergrund rückt.
Wir als Landfrauenverband geben unseren Mitgliedern durch unsere Verbandsstruktur die Möglichkeit, das Miteinander zu pflegen und Kommunikation stattfinden zu lassen, kulturelle Reisen zu unternehmen, Bildungsveranstaltungen wahrzunehmen oder einfach zu entspannen.
Jede von Ihnen, liebe Landfrauen, kann und soll ihre Ideen in unsere Vereine einbringen, um Landfrauenarbeit lebendig und vielseitig zu gestalten. Das ist der Weg, auch neue Mitglieder für unsere Vereine zu gewinnen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie alle ihre Freundinnen, Töchter und Verwandte von der Idee, SaarLandFrau zu werden, überzeugen könnten.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und viel Freude und Vergnügen auch im kommenden Jahr an der Landfrauenarbeit.
Ihre
Hedwig Garbade
Landesvorsitzende
SaarLandFrauen e.V.
Frauen auf dem Land - ganz anders als Sie denken!