{"id":5322,"date":"2025-03-19T10:14:24","date_gmt":"2025-03-19T09:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/saarlandfrauen.de\/?p=5322"},"modified":"2025-03-19T10:14:24","modified_gmt":"2025-03-19T09:14:24","slug":"beweglichkeit-pravention-gegen-sturzgefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/saarlandfrauen.de\/?p=5322","title":{"rendered":"Beweglichkeit, Pr\u00e4vention gegen Sturzgefahr  \u00a0"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Sturzrisiko individuell einsch\u00e4tzen<\/strong><\/p>\n<p>In der Regel gibt es nicht die\u00a0<em>eine<\/em>\u00a0Sturzursache, sondern es kommen mehrere Faktoren zusammen. Der Expertenstandard Sturzprophylaxe<a href=\"https:\/\/www.draco.de\/sturzprophylaxe-tipps-fuer-die-pflege\/#c12324\"><sup>1<\/sup><\/a>\u00a0unterteilt in personen-, medikamenten- und umgebungsbezogene Risikofaktoren. Zu den personenbezogenen Risiken geh\u00f6ren zum Beispiel eine eingeschr\u00e4nkte Gehf\u00e4higkeit, Schwindel, Kontinenz Probleme, eine starke Sehschw\u00e4che oder kognitive Beeintr\u00e4chtigungen. Medikamente, die das Sturzrisiko erh\u00f6hen, sind u.a. Antihypertensiva, Antidepressiva, Neuroleptika und Sedativa. Auch die Umgebung selbst kann zur Stolperfalle werden, zum Beispiel wenn das Umfeld schlecht beleuchtet ist, Teppiche rutschen oder Kabel herumliegen.<\/p>\n<p><strong>Was sind Risikofaktoren f\u00fcr St\u00fcrze?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Studie des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart zeigte: Jede dritte Person \u00fcber 65 st\u00fcrzt mindestens einmal im Jahr, bei den \u00fcber 80-J\u00e4hrigen ist es jeder oder jede zweite. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Unfallchirurgie werden j\u00e4hrlich mehr als 400.000 \u00e4ltere Menschen nach einem Sturz im Krankenhaus behandelt.<\/p>\n<p><strong>Es gibt verschiedenste Gr\u00fcnde und Risikofaktoren f\u00fcr St\u00fcrze:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schwache Muskulatur:<\/strong>\u00a0Wer sich wenig bewegt, verliert schnell an stabilisierender Muskulatur. L\u00e4ngere Krankheitsphasen und Operationen sind besonders kritisch: Die Muskeln schwinden, das Gleichgewicht leidet und St\u00fcrze werden so wahrscheinlicher.<\/li>\n<li><strong>Abnehmendes Reaktionsverm\u00f6gen:<\/strong>\u00a0Mit steigendem Alter werden Hindernisse und Stolperfallen in der Wohnung (wie abstehende Teppichkanten oder lose Kabel) gef\u00e4hrlicher. Auch die nachlassende Sehkraft kann dazu beitragen, dass solche Stellen \u00fcbersehen werden.<\/li>\n<li><strong>Sehschw\u00e4che, die eventuell auch Schwindel verursacht:<\/strong>\u00a0 Augenkrankheiten k\u00f6nnen die Gangsicherheit erheblich beeinflussen. Lassen Sie darum mindestens alle zwei Jahre einen Sehtest durchf\u00fchren.<\/li>\n<li><strong>H\u00f6rprobleme, die Schwindel verursachen:<\/strong>\u00a0Mit zunehmendem Alter treten h\u00e4ufig H\u00f6rverluste auf, die auch den Gleichgewichtssinn erheblich st\u00f6ren k\u00f6nnen. Lassen Sie sich darum regelm\u00e4\u00dfig in einer HNO-Arztpraxis untersuchen.<\/li>\n<li><strong>Erkrankungen, die den Gleichgewichtssinn st\u00f6ren<\/strong>, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre \u00c4rztin darauf an, wenn Sie unter Schwindel leiden.<\/li>\n<li><strong>Medikamente, die Aufmerksamkeit und Reflexe beeintr\u00e4chtigen<\/strong>, wie etwa Beruhigungsmittel und Psychopharmaka oder Medikamente, die Schwindel hervorrufen: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer \u00c4rztin beraten, sie k\u00f6nnen eventuell die Dosierung ver\u00e4ndern oder auf ein alternatives Medikament ausweichen.<\/li>\n<li><strong>Wechselwirkungen verschiedener Medikamente:<\/strong>\u00a0Sprechen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Haus\u00e4rztin stets darauf an, wenn Sie ein neues Medikament erhalten haben. Es ist seine oder ihre Aufgabe, das Zusammenspiel Ihrer Medikamente immer wieder neu auf ihre Vertr\u00e4glichkeit zu pr\u00fcfen.<\/li>\n<li><strong>Vorausgegangene St\u00fcrze erh\u00f6hen das Risiko, wieder zu fallen:<\/strong>\u00a0Wer Angst hat zu fallen, schr\u00e4nkt seine Mobilit\u00e4t oft aus Unsicherheit weiter ein. Der Bewegungsmangel f\u00fchrt wiederum zu Muskelverlust und schwachen Knochen, die leicht brechen k\u00f6nnen. Ihr Hausarzt oder Ihre Haus\u00e4rztin kann Ihnen weiterhelfen, wenn Sie Angst vor (neuen) St\u00fcrzen haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unter Sturzprophylaxe sind verschiedene Ma\u00dfnahmen zusammengefasst, die Ihnen dabei helfen sollen, St\u00fcrze im Alltag zu verhindern. Die effektivste Ma\u00dfnahme, um St\u00fcrzen vorzubeugen, ist, k\u00f6rperlich fit zu bleiben oder es \u2013 egal in welchem Alter \u2013 wieder zu werden. Dabei hilft es,\u00a0<strong>regelm\u00e4\u00dfige Bewegung in den Alltag<\/strong>\u00a0zu integrieren, zum Beispiel durch\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aok.de\/pk\/magazin\/sport\/fitness\/darum-kann-spazieren-gehen-gesund-sein\/\"><strong>Spazierengehen<\/strong><\/a>, Wandern, Treppensteigen, Gartenarbeit oder mit den Enkelkindern zu spielen. Hinzu kommen\u00a0<strong>einfache Balance- und Kraft\u00fcbungen<\/strong>. Diese sollten idealerweise t\u00e4glich, aber mindestens zwei- bis dreimal pro Woche ausge\u00fcbt werden. Au\u00dferdem geh\u00f6ren zur Sturzpr\u00e4vention bestimmte\u00a0<strong>Verhaltenstipps<\/strong>\u00a0und ein\u00a0<strong>sturzsicher ausgestattetes Wohnumfeld<\/strong>.<\/p>\n<p>Von Balance und von der Kraft h\u00e4ngt viel ab:\u00a0<strong>Wer stand- und gangsicher ist, bleibt selbstst\u00e4ndig und mobil.<\/strong>\u00a0Die M\u00f6glichkeiten der Freizeitgestaltung vergr\u00f6\u00dfern sich und steigern damit die Lebensqualit\u00e4t erheblich. Mit Balancetraining k\u00f6nnen Sie Ihre K\u00f6rperhaltung, Koordination und das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aok.de\/pk\/magazin\/sport\/fit-im-alter\/gleichgewichtsuebungen-fuer-balance-im-alter\/\"><strong>Gleichgewicht<\/strong><\/a>\u00a0verbessern. Mit Krafttraining steigern Sie Ihre Muskelkraft und halten Ihre Knochen stark und stabil.<\/p>\n<p>Integrieren Sie einfache \u00dcbungen in Ihren Alltag und steigern Sie die Dauer und Intensit\u00e4t der \u00dcbungen nur langsam. Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt oder Ihrer \u00c4rztin, ob die \u00dcbungen f\u00fcr Sie geeignet sind.<\/p>\n<p><u>Hier noch die Eckdaten:<\/u><\/p>\n<p>Referentin: Sandra Hans<\/p>\n<p><strong>Termin: 25. M\u00e4rz 2025<\/strong><\/p>\n<p><strong>Uhrzeit: 19:00 Uhr <\/strong><\/p>\n<p>Adresse: Dorfgemeinschaftshaus Obersalbach, Zum Weiherwald 4, Obersalbach<\/p>\n<p>Wie bei allen unseren Vortr\u00e4gen hoffen wir auf eine rege Beteiligung. G\u00e4ste sind uns immer willkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Sturzrisiko individuell einsch\u00e4tzen In der Regel gibt es nicht die\u00a0eine\u00a0Sturzursache, sondern es kommen mehrere Faktoren zusammen. 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